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Hat die Lila Kuh nichts dazu gelernt?
Milka fährt seit geraumer Zeit eine "offensive"  Produktpolitik. Auf Basis von Divergenzüberlegungen ist dies sehr risikoreich. Unterstützt wird diese These durch eigene Analysen aus dem Hause Kraft Foods, die Mitte der 90er Jahren mit einer ähnlichen Strategie gescheitert sind.

Die Milka greift zwischenzeitlich fast alle Marktsegmente im Schokoladenbereich an. Dabei vergisst man, dass Inititativen, die nur auf die starke Marke setzen, die schwächeren Konzepte sind. Auch eine Marke wie Milka muss sich in einem neuen Segment bzw. in einer neuen Subkategorie ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Geschieht dies nicht, dann gehört man zu den Me Too Produkten, die über kurz und lang scheitern werden. Deutlich kann man dies auch an der Inflation der Sortenvielfalt im Schokoladenbereich sehen. Vor ca. 20 Jahren gab es noch 8 verschiedene Milka Schokoladen - Varietäten. Heute werden weit über 20 Schokoladen Sorten angeboten. Die Marktanteile bewegen sich natürlich nicht im gleichen Tempo sondern haben vergleichsweise
hömophatische Wachstumsentwicklungen, wenn überhaupt.

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2 Kommentare zu "Hat die Lila Kuh nichts dazu gelernt?"

Christian Berentzen 17.11.2011 um 17:25 Uhr
Ich ärgere mich als alter Milkafan seit langem über die Neuheitenflut, bei der der innovative Stellenwert fast immer zu kurz kommt. Gerne erinnere ich mich an meine Kindheit zurück. Da gab es im Ostereiernest immer diverse Naschereien. Am liebsten waren mir die lila Eier in Alufolie verpackt. Die Freude war groß, wenn meine Geschwister mit mir Süsses getauscht haben und ich dann für zwei andere Süssigkeiten ein weiteres Ei bekommen habe. Folie abknibbeln, die Schokolade riechen und geniessen. Mmmh! Lang, lang ist es her - und die Schokolade ist heute nicht mehr wie sie einmal war. Statt ständig Neues zu fabrizieren sollte man auf den alten Weg der Tugend zurückfinden. Qualität und Fokus! Das gilt übrigens auch für viele andere ehrwürdige Markenartikler bzw. -klassiker. Beste Grüße, C. Berentzen
Heinz Günther 19.11.2011 um 00:32 Uhr
Hallo Herr Berentzen, ja, so werden Marken letzendlich verheizt. Man nimmt ihr die mentale Kraft und Einzigartigkeit mit dem Erfolg, dass man über die Zeit verblasst. Grüße Heinz Günther

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